Neue Schulaula: Mehrheit im Rat für Einzelausschreibungen

KulturhalleSondersitzung in der Töpfergemeinde zu den Kosten der Schulaula. Verfahren bleibt wie vorgesehen.

LANGERWEHE Auf Antrag der SPD tagte am Freitagabend der Langerweher Gemeinderat in nicht-öffentlicher Sondersitzung. Der einzige Tagesordnungspunkt: die Kosten der geplanten Schulaula.

Nach Ansicht der CDU hatten sich die Fraktionen in der vorangegangenen Bauausschusssitzung darauf geeinigt, die verschiedenen Gewerke einzeln auszuschreiben. Von so einer Einigung weiß die SPD nichts. Die Sozialdemokraten hatten vielmehr nach der Bauausschusssitzung das Gefühl, die Kosten könnten explodieren. „Ich als Ratsmitglied kann bei Einzelausschreibungen nicht sehen, wo die Gesamtkosten hinlaufen.

Unserer Schätzung nach werden sich die Kosten für die Halle inklusive der Einrichtung verdoppeln und das hätten wir gern vorher gewusst“, betont SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Münstermann.

In der Sondersitzung schlug seine Fraktion deshalb vor, die gesamte Halle auszuschreiben, wurde jedoch von CDU und Grünen überstimmt. Die Mehrheit der Ratsmitglieder bleibt bei der Einstellung, dass das geplante Vorgehen besser ist. Bürgermeister Heinrich Goebbels (CDU) sagte, dass bereits ein Ergebnis für die Ausschreibung der Erdarbeiten vorläge. Bis zum 14. März sollen die für den Rohbau und die technische Gesamtausstattung (Heizung, Sanitär, Elektroarbeiten) folgen. Dann soll laut Bürgermeister auf die anderen Gewerke „kostendämpfend eingewirkt“ werden. Die SPD stellt in Frage, dass dies möglich ist. Anderer Meinung ist die CDU. Deren Fraktionsvorsitzende Astrid Natus-Can sagte: „Nach den ersten Ausschreibungen ist das Hauptkostenvolumen absehbar und wir können schauen, wo wir den Rotstift ansetzen.“

Der Vorschlag der SPD habe die Zeitschiene gefährdet und sei deshalb nicht tragbar gewesen, sagte Natus-Can. Sie habe vielmehr das Gefühl gehabt, die SPD habe kalte Füße bekommen und lieber die Axt an das Projekt legen wollen. Dem widerspricht Münstermann: „Wir sind die, die vorher und auch jetzt den Bau präferieren, aber das muss sich alles in einer vernünftigen Kostenlage bewegen.“

Bürgermeister Goebbels betonte erneut die Bedeutung der Aula: Die Schule sei ursprünglich für 800 Schüler gebaut worden, habe nun 1184 und auch die nächsten fünf Züge seien bereits voll. „Das ist ein Grund mehr, so zu verfahren, wie beschlossen.“

Quelle: DZ / DN (wel)