Langerwehe: Doppelhaushalt verabschiedet

SPD/FDP stimmt dagegen und fordert Sparwillen von der Verwaltung

LANGERWEHE. Der Langerweher Doppelhaushalt 2019/2020 ist beschlossen. Gegen den Widerstand der Fraktionsgemeinschaft von SPD und FDP und bei Enthaltung der Grünen setzte die CDU sich durch. Vor dem Beschluss hatten SPD und FDP mit einem eigenen Antrag versucht, den Doppelhaushalt zu stoppen und Zahlenwerke für die Jahre 2019 und 2020 separat zu beschließen. Mit den 13 CDU-Stimmen gegen die zwölf von SPD/FDP und Grünen wurde auch dieser Antrag abgelehnt.

Sparpotenzial

„Der Doppelhaushalt ist eine Fortschreibung des Haushalts 2018“, warf Peter Münstermann (SPD) dem Bürgermeister Heinrich Göbbels (CDU) vor und forderte einen Haushalt 2019, „in dem noch nach Einsparpotential gesucht werden kann“.

Prompt kam der Widerspruch des Bürgermeisters: „Wir haben mit dem Doppelhaushalt die Möglichkeit, im Hinblick auf den für 2021 angestrebten Haushaltsausgleich das Defizit zu reduzieren“, sagte Göbbels und verwies darauf, dass Verbesserungen bei Zuschüssen des Landes ebenfalls zu Sicherheit und Stabilität beitragen werden. Astrid Natus-Can (CDU) fasste sich kurz. „Wir sehen gute Perspektiven und lehnen daher den SPD/FDP-Antrag ab.

„Wir sehen Planungssicherheit für die kommenden Jahre“, ergänzte die Chistdemokratin in ihrer Haushaltsrede. „Wir werden unseren Weg fortführen“.

Eigenkapital schrumpft

Im Gegensatz dazu stand Peter Münstermann (SPD). In 20 Jahren sei das Eigenkapital der Gemeinde bis auf eine Million Euro abgeschmolzen. Dieser Doppelhaushalt werde dazu führen, dass im nächsten Jahr überhaupt kein Eigenkapital mehr vorhanden sei.

Kurz machte es Hans-Jürgen Knorr (Grüne): „Wir haben auf Anträge verzichtet, um den Haushaltsausgleich zu erreichen und werden uns der Stimme enthalten“. Damit waren die Positionen klar und das Abstimmungsergebnis entsprechend.

(sps) AZ/DZ